Aktion "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte!"

Gewalt gegen Frauen ist kein Tabuthema mehr. Seit Inkrafttreten des Gewaltschutz-Gesetzes 2001 ist sie als Straftat definiert und von der Polizei und den Gerichten als solche verfolgt. Dennoch sind die eigenen vier Wände für viele Frauen und ihre Kinder kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit, sondern der Ort, an dem sie Demütigung und lebensgefährliche Bedrohung erleben. Gewalt gegen Frauen ist kein Problem sozialer Brennpunkte, sondern findet in allen sozialen, ethnischen, Bildungs- und Altersschichten statt.

Jedes Jahr wird am 25. November der internationale Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen!" begangen. Der Aktionstag soll die Öffentlichkeit gegen Gewalt gegen Frauen- und damit gegen die davon betroffenen Kinder aufrütteln. Die Hildesheimer Aktion "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" findet anlässlich dieses internationalen Aktionstags statt, zu dem auch bundesweit verschiedene Initiativen aufrufen.

Unter diesem Motto fand der Aktionstag erstmals 2007 in Hildesheim statt. Die beteiligten Beratungsstellen wurden dankenswerterweise durch Kioske, Lebensmittelläden und Hildesheimer Bäckereien dadurch unterstützt, dass sie Brötchen in Tüten mit dem Aufruf an ihre Kundschaft weitergegeben haben. Tatkräftige Hilfe bei der Vorbereitung der Aktion leisteten die inhaftierten Frauen der Justizvollzugsanstalt für Frauen, Abteilung Hildesheim. Sie beklebten 3.000 Brötchentüten mit dem Motto der Aktion sowie Hinweisen zur Kontaktaufnahme mit den Beratungsstellen.

2008 waren es mehr als doppelt so viele Brötchentüten, die wir wieder mit Hilfe zahlreicher Bäckereien, Kiosken u. Lebensmittelläden in Umlauf bringen konnten.

2009 wurde die Brötchentütenaktion über die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten auf den Landkreis Hildesheim ausgeweitet. Es wurden 7.500 Tüten und Einleger mit den Kontaktdaten der Gewaltberatungsstellen in Stadt und Landkreis verteilt. Und auch in diesem Jahr wird die Aktion fortgesetzt und regional ausgeweitet.

Durch die Brötchentüten erreichen wir eine breite Öffentlichkeit. Die Tüten sollen auf ein oft verschämtes und verschwiegenes Thema aufmerksam machen und aufrütteln. Betroffene bekommen über das zusätzliche Informationsblatt konkrete Hinweise über Hilfsangebote vor Ort, an die sie sich wenden können, um Unterstützung zu erfahren.

Zum Aktionsbündnis "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte!" gehören: Frauenhaus Hildesheim e.V., Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt -BISS-, WILDROSE – Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt e.V., Frauenberatungsstelle Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen, Internationaler Frauentreff im Asyl e.V., Arbeitskreis Grüne Frauenpolitik, Brigitte Pothmer, MdB BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Gleichstellungsstelle Landkreis Hildesheim, Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Hildesheim, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Gleichstellungsbeauftragte Stadt Hildesheim, Präventionsrat Hildesheim, AG Opferschutz Opferhilfebüro Hildesheim, Polizeiinspektion Hildesheim.

Spendenkonto:
Frauenhaus Hildesheim, Konto-Nr. 801 295 9, Sparkasse Hildesheim,
BLZ 259 501 30
Stichwort: Öffentlichkeitsarbeit 25.11.

Matthias Brinkmann

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