Heidi Linder gibt den "Laden" ab

Wer in politischen Fragen den Weg zu Brigitte Pothmer sucht, ist bei Heidi Linder unbedingt an der richtigen Adresse: Seit sieben Jahren leitet sie das Wahlkreis-Büro der Grünen- Bundestagsabgeordneten, seit Pothmers Einzug ins Parlament 2005 ist Linder in Hildesheim beruflich ihre Statthalterin. Nun hört sie auf.

26.10.12 –

Nach sieben Jahren Wechsel im Grünen-Büro

(Quelle: Hildesheimer Allg. Zeitung, 26.10.12)  Hildesheim. Wer in politischen Fragen den Weg zu Brigitte Pothmer sucht, ist bei Heidi Linder unbedingt an der richtigen Adresse: Seit sieben Jahren leitet sie das Wahlkreis-Büro der Grünen- Bundestagsabgeordneten, seit Pothmers Einzug ins Parlament 2005 ist Linder in Hildesheim beruflich ihre Statthalterin. Nun hört sie auf: Ende Oktober übergibt Linder den Schlüssel für die Jakobistraße an ihre Nachfolgerin Gesa Dörr. Nur ein knappes Jahr vor dem Ende der Legislaturperiode und damit kurz vor der nächsten Bundestagswahl. Warum nur?

Weil die 57-Jährige ihrem Berufsleben noch einmal eine neue Richtung geben will. Sie denke schon länger darüber nach, berichtet Linder. "Ich möchte eine andere Schleife probieren, jetzt ist die Zeit reif dafür." Wofür genau, weiß Linder noch nicht. Doch es könnte in Richtung Sozialarbeit gehen - in jenen Bereich, den Linder einst studiert und in dem sie auch vor dem Wechsel in Pothmers Büro lange gearbeitet hatte.

Ihre Erfahrungen dort beschreibt sie als "toll", sie habe viele bereichernde Begegnungen mit Menschen erleben dürfen. Und das nicht nur mit Grünen - ganz so, wie es Pothmer und Linder sich gewünscht hatten, als sie seinerzeit das Büro in der Jakobistraße eingerichtet hatten.

Denn dessen Laden-Charakter ist angesichts all der Geschäfte rundherum von Anfang an Programm: "Die Bürger sollen das Gefühl haben, sie können einfach reinkommen - die Idee hat funktioniert", freut sich Linder. Es sei schön gewesen, an der Schnittstelle zwischen Abgeordneter und Bürgern zu wirken. Klingt so, als müsste sich Linders Nachfolgerin ebenfalls wohlfühlen. "Ich will nah am politischen Geschehen sein und direkt an den Themen arbeiten, die ich für politisch relevant halte", sagt Gesa Dörr. Die 28-Jährige hat nach dem Abi an der RBG Politikwissenschaften in München studiert, im vergangenen Jahr machte sie ein Praktikum bei Pothmer: eine Woche im Hildesheimer Büro, drei weitere Wochen im Berliner Büro. Dörr hat’s gefallen, die Begeisterung ist gegenseitig, wie ihre Berufung zeigt. Dass die zunächst nur bis zur nächsten Wahl im Herbst 2013 dauert, trübt die Freude der neuen Büro- Leiterin nicht. Denn Pothmer will wieder kandidieren. Schafft sie erneut den Einzug über die Landesliste in den Bundestag, dürften Dörrs Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung nicht schlecht sein.

Dazu könnte indirekt auch Vorgängerin Linder beitragen: Sie kann sich vorstellen, den Grünen-Kreisverband und damit ihre Noch-Chefin Pothmer im Wahlkampf zu unterstützen. Die ist voll des Lobes über ihre bald ehemalige Mitarbeiterin: "Sie hat wirklich herausragende Arbeit geleistet."

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