Pferdeanger: Grüne sehen einen Skandal

Streit um die Sanierung des Pferdeangers. Mit der Bilanz der Gemeinnützigen Baugesellschaft hatte Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Machens für die Stadt eine weitere Sanierung der Gebäude am Pferdeanger ausgeschlossen. Für die dort nicht mehr unterzubringenden Bewohner gebe es ausreichend Wohnungen in anderen Gebieten. Dem widerspricht Volker Spieth, finanzpolitischer Sprecher der Rats-Grünen.

01.09.12 –

(Quelle: Hildesheimer Allg. Zeitung, 01.09.12)  Hildesheim. Streit um die Sanierung des Pferdeangers. Mit der Bilanz der Gemeinnützigen Baugesellschaft hatte Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Machens für die Stadt eine weitere Sanierung der Gebäude am Pferdeanger ausgeschlossen. Für die dort nicht mehr unterzubringenden Bewohner gebe es ausreichend Wohnungen in anderen Gebieten.

Dem widerspricht Volker Spieth, finanzpolitischer Sprecher der Rats-Grünen. Die Stadt habe es nicht geschafft, innerhalb von zehn Jahren und trotz eindeutiger Ratsbeschlüsse die notwendige Sanierung vernünftig abzuschließen. Vor Jahren habe der Rat 100000 Euro freigegeben. Passiert sei nichts. Weder an den bereits teilsanierten Wohnungen noch an der schlechten Infrastruktur. "Jetzt versucht sich OB Machens aus der Verantwortung zu stehlen, indem er die verbleibenden teilweise dort seit Jahrzehnten lebenden Bewohner zum Umzug außerhalb des Quartiers auffordert" so Spieth.

Karin Goldmann, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt, dass laut Aussagen der Betroffenen eine städtische Mitarbeiterin im Juni bei einer Mieterversammlung einen Umzug in die städtische Obdachlosenunterkunft Senkingstraße in Betracht gezogen habe. "Solch eine Verfahrensweise der Verwaltung ist völlig unakzeptabel. Der skandalöse Vorgang wäre für kein anderes Wohnquartier in Hildesheim denkbar", bewertet Goldmann dieses Vorgehen.

Die Grünen fordern die Verwaltung und den Oberbürgermeister auf, die Sanierung am Pferdeanger so abzuschließen, dass ein vernünftiges Wohnen für alle dort jetzt lebenden Personen und Familien möglich sei.

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Bauen und Wohnen, Stadtentwicklung | Stadtratsfraktion

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