Diskussionsveranstaltung im Jugendzentrum Bad Salzdetfurth zum Thema "Arbeitsmarkt - Chancen für die Jugend?!"

Bad Salzdetfurth, 31.5.11. Eingeladen hatte die grüne Ortsgruppe Bad Salzdetfurth unter Leitung von Fredy Köster, der auch die Moderation des Abends übernahm. Gekommen waren Expertinnen und Experten aus der Praxis. SozialarbeiterInnen aus Beschäftigungsprojekten, VertreterInnen der regionalen Jugendpflege und des Handwerks sowie MitarbeiterInnen des Jobcenters und interessierte Bürgerinnen und Bürger.  

Zunächst wartete Klaus Ingelmann vom Job-Center Hildesheim mit aktuellen Zahlen auf und berichtete über Projekte des Job-Centers zum Abbau von Arbeitslosigkeit. Dabei wies er darauf hin, dass von den knapp dreitausend jugendlichen Arbeitssuchenden ein erheblicher Teil nur sehr schwer für den Arbeitsmarkt zu vermitteln sei. Danach informierte Rolf Jakobs, Leiter der Jugend- und Kulturarbeit in Bad Salzdetfurth, über die Situation der Jugendlichen vor Ort. Er konnte immerhin davon berichten, dass es auf Grund von speziellen Maßnahmen gelungen ist, einigen Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Im Anschluss daran erläuterte Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion das Sofortprogramm und das Ausbildungskonzept der Grünen.   

Unter dem Motto "Ausbildungsplatz jetzt!" wollen die Grünen den jungen Erwachsenen, die bisher durchs Raster gefallen sind, eine neue Chance geben. Außerdem soll dafür gesorgt werden, dass all diejenigen, die sich derzeit und zukünftig um einen Ausbildungsplatz bemühen - egal ob sie gerade die Schule abgeschlossen haben oder ob sie zu den Altbewerberinnen und Altbewerbern gehören - auch einen Ausbildungsplatz erhalten. Die Grünen wollen die traditionelle Berufsausbildung im dualen System ergänzen und so insgesamt mehr Betriebe an der Ausbildung beteiligen. "Statt teure und wenig effektive Übergangssysteme zu finanzieren, muss das Geld in eine Berufsausbildung mit Kammerabschluss investiert werden", so Pothmer.

Alle waren sich einig, dass das Grüne Ausbildungskonzept "Dual Plus" eine brauchbare Ergänzung zu dem bestehenden Dualen System darstellt, dessen strukturelle Mängel zum einem in der Konjunkturabhängigkeit begründet sind, vor allem aber nicht für alle Jugendlichen geeignet ist. Auch beklagten die Diskussionsteilnehmer, dass die jungen Menschen durch den derzeitigen Förderdschungel nicht ausbildungsreifer würden. "Wir müssen dringend etwas tun, denn das Übergangssystem hat versagt", forderte Pothmer und betonte, dass durch Modualisierung und den Ausbau überbetrieblicher Ausbildungs-stätten die Ausbildung nach dem dualen Prinzip gestärkt wird, damit wirklich jede und jeder Jugendliche in Zukunft durchstarten kann.

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